SIM900A V4.1 Modul GPRS/GSM 900/1800
Vorrätig
GSM-Funktionen per seriellen AT-Befehlen steuern
Das SIM900A-V4.1-Board stellt Dual-Band-GSM/GPRS für 900 und 1800 MHz bereit. Über die TTL-UART sendet ein Mikrocontroller AT-Befehle, liest Antworten und kann je nach Netz und SIM-Karte SMS, Sprachverbindungen oder paketvermittelte Daten nutzen.
Mobilfunkmodule erzeugen beim Senden kurze hohe Stromspitzen. Eine belastbare, kurze Versorgung mit ausreichend Reserve ist deshalb wichtiger als die mittlere Stromaufnahme; schwache USB- oder Breadboard-Versorgungen führen häufig zu Neustarts.

Anschlüsse, Pins und Funktionen im Überblick
Die folgende Übersicht bezieht sich auf die konkret abgebildete Makershop-Ausführung.

Was du damit bauen kannst
SMS bei einem lokalen Ereignis versenden
Ein Mikrocontroller kann nach erfolgreicher Netzregistrierung per AT-Befehl eine Status- oder Alarm-SMS auslösen. Voraussetzung sind ein verfügbares 2G-Netz, eine geeignete SIM-Karte und eine stabile Stromversorgung.
Eingehende SMS oder Anrufe auswerten
Das Board kann Ereignisse über die serielle Schnittstelle melden und damit einfache Fernabfragen ermöglichen. Authentifizierung und Missbrauchsschutz müssen in der eigenen Anwendung ergänzt werden.
Kleine Datenmengen über GPRS übertragen
Messwerte können über die AT-Kommandos des SIM900A an einen Server übertragen werden. 2G/GPRS ist langsam, regional im Rückbau und nicht für moderne breitbandige Mobilfunkanwendungen gedacht.
AT-Befehle und Mobilfunkzustände lernen
SIM-Status, Signalqualität und Netzregistrierung lassen sich schrittweise im seriellen Terminal prüfen. So werden Antennen-, SIM- und Versorgungsprobleme getrennt, bevor Anwendungssoftware hinzukommt.
SIM900A mit einem seriellen Terminal testen
Vor dem Einschalten sicherstellen, dass am Standort noch ein kompatibles 2G-Netz verfügbar ist und die SIM-Karte GSM-Dienste nutzen darf.
Die wichtigsten Werte
| Mobilfunkstandard | 2G GSM/GPRS |
|---|---|
| Frequenzbänder | 900 und 1800 MHz |
| Steuerschnittstelle | serielle UART-Schnittstelle mit AT-Befehlen; Pegel nach gelieferter Boardrevision prüfen |
| Board-Versorgung VCC5 laut Shop | 5 V DC |
| Board-Versorgung VCC4 laut Shop | 3,5–4,5 V DC |
| SIM900-Chipversorgung laut Hardware Design | 3,2–4,8 V an VBAT |
| Stromspitze laut SIM900-Dokumentation | bis 2 A während Sendebursts |
| Sleep-Strom laut Shop | ca. 1,5 mA |
| Antennenanschlüsse | SMA und IPX mini |
| Abmessungen laut Shop | ca. 70 × 70 × 18 mm |
| Gewicht laut Shop | ca. 26 g |
Datenblatt, Pinout und Tutorials
Eigene Makershop-Unterlagen stehen direkt auf unserem Server bereit. Ergänzend verlinken wir vertrauenswürdige technische Primärquellen.
Technische Grundlage: SIMCom SIM900 Hardware Design V2.05 · SIMCom SIM900 Referenzdesign. Produktbilder und Lieferumfang beziehen sich auf das Makershop-Angebot.
Vor dem ersten Einsatz wissen
Warum startet das Modul bei einer SMS oder Einwahl neu?
Meist bricht die Versorgung während der GSM-Sendebursts ein. SIMCom fordert eine Versorgung, die kurzzeitig bis zu 2 A liefern kann, plus geeignete Pufferung.
Funktioniert das SIM900A in jedem Mobilfunknetz?
Nein. Es benötigt ein noch betriebenes 2G-GSM-Netz auf 900 oder 1800 MHz sowie eine dafür freigeschaltete SIM-Karte.
Wie wird das Modul programmiert?
Es erhält AT-Befehle über seine serielle TTL-Schnittstelle. Der Mikrocontroller selbst wird wie gewohnt separat programmiert.
Kann das Board direkt über einen USB-Port versorgt werden?
Ein gewöhnlicher USB-Port oder eine schwache Breadboard-Versorgung reicht für die kurzen Sendestromspitzen oft nicht zuverlässig aus.
Dokumentation / Ressourcen
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